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»Will man in einen tiefen Brunnen schauen,
braucht man Licht und keinen Nebel.«
Jeanne Hersch
Gemeinschaft entwickelt Werte entwickeln Gemeinschaft

Man kann die Welt einfach nehmen wie sie ist, ganz ohne Wertung. Ein Blick in die Welt kann uns zeigen, wie schön sie ist.
Häufig genug zeigt sie uns ein Bild, mit dem wir aus guten Gründen nicht ganz oder überhaupt nicht einverstanden sind.
Dann tritt neben die Realität eine Idee, eine Vision, die uns zeigt, was besser werden könnte oder sollte.
Und beim Nachdenken darüber kommen auch erste Gedanken, wie das geschehen könnte. Ein »Leitbild« ist geboren.

Im Leitbild von CONCRETIO ist diese Vision bereits angedeutet; eine Mängelliste wollten wir an dieser Stelle lieber vermeiden, um den Fokus auf das legen zu können, worauf wir Kurs nehmen wollen. Natürlich wissen wir, dass eine Analyse der Fehlentwicklungen unumgänglich und der erste und wichtigste Schritt ist für notwendige Veränderungen; dies tun wir gleich mehrfach an anderer Stelle.

30.05.2018
Leitbild - Weltbild

Erkenne die Möglichkeiten, aber träume nicht nur davon! Harte Arbeit ist angesagt.

Leitbilder entstehen meist aus dem Bild, welches man sich von der Welt macht. Welche Realitäten erkennt man und was möchte man gerne ändern. Was sind einem wichtige Blickwinkel und was wesentliche Zusammenhänge.

Bis zum Ende des kalten Krieges wollte die westliche Welt beweisen, dass sie...

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Leitbilder entstehen meist aus dem Bild, welches man sich von der Welt macht. Welche Realitäten erkennt man und was möchte man gerne ändern. Was sind einem wichtige Blickwinkel und was wesentliche Zusammenhänge.

Bis zum Ende des kalten Krieges wollte die westliche Welt beweisen, dass sie das menschlichere, freiheitlichere und erstrebenswertere System anbietet. Aber der Keim des ungezügelten Neoliberalismus war schon gelegt und wurde spätestens nach dem Fall der Mauer kräftig entwickelt und gefördert. Geld ist mittlerweile zum Selbstzweck geworden, Gier offenbar kein Laster mehr.

Will man die Folgen wieder in den Griff bekommen, müssen wir wieder lernen, dass der eigentlichen Wert des Zusammenlebens nicht in materiellen Dingen liegt.

Wir müssen um eine voll entwickelte Demokratie mit aktiven Bürgern kämpfen, damit wir ausuferndes Gewinndenken zum Nutzen weniger, aber auf Kosten der Vielen und der Lebensqualität auf der Erde durch Recht und Regeln des Zusammenlebens wieder einhegen können. Wir müssen lernen, dass der Motor des Lebens - die Natur - die primäre Basis für alles Leben und Wirtschaften bildet. Wir müssen die darauf aufbauende Ökonomie als Sekundärwirtschaft begreifen, die es ohne obige Primärwirtschaft gar nicht gäbe, und dem materiellen Besitz wieder den richtigen Platz zuweisen, nämlich nur ein Mittel zu sein, allerdings ein wichtiges im Dienst eines einzigen Zweckes:

Eines friedlichen, freien und würdigen Zusammenlebens aller ohne Not.

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Hatte Plato also doch recht?

Goswami's monistischer Idealismus
Das für den Vatikan gefertigte Fresko von Rafael zeigt die Philosophenschule mit dem zum Himmel auf die Welt der Ideen zeigenden Plato und neben ihm den jüngeren Aristoteles, der mit der Hand auf den Boden zeigend an die Realisierung auf der Erde mahnt. »Nah' sehn, nicht fernsehn!«, wie...Weiterlesen
Das für den Vatikan gefertigte Fresko von Rafael zeigt die Philosophenschule mit dem zum Himmel auf die Welt der Ideen zeigenden Plato und neben ihm den jüngeren Aristoteles, der mit der Hand auf den Boden zeigend an die Realisierung auf der Erde mahnt. »Nah' sehn, nicht fernsehn!«, wie einer meiner Lehrer uns Jungen zu mahnen pflegte. Es könnte sich herausstellen, dass der Idealist Plato am Ende doch der größere Realist als der Empiriker Aristoteles gewesen ist. Denn wie der Quantenphysiker Amit Goswami behauptet, besteht die Welt nicht - wie bisher angenommen - aus atomar aufgebauter Materie, sondern der Grundbaustein ist Bewusstsein (Geist); auch die Materie sei vom Bewusstsein abgeleitet.
So würde nicht nur der seit Descartes geltende Dualismus von Körper und Geist verschwinden, sondern auch die Paradoxa der Quantenphysik:
- Quantenobjekte können an mehreren Orten gleichzeitig auftreten (Wellennatur)
- Wenn wir sie beobachten, können sie sich als Teilchen manifestieren (Wellenkollaps)
- Quantenobjekte können verschwinden, um an einem anderen Ort auf unbekanntem Weg aufzutauchen (Quantensprung)
- Beobachtete Manifestation von Quantenobjekten beeinflusst zeitgleich beliebig entfernte Zwillingsobjekte (Q.-Fernwirkung)

Goswami fordert somit, das heutige Mainstream-Denken eines »Realistischen Materialismus« aufzugeben und auf eine Philosophie umzuschwenken, die sich nur auf eine einziges durchgängiges Prinzip beruft, das Bewusstsein.
Goswami nennt diese Philosophie »Monistischer Idealismus«, wobei es sich nicht um »Ideale«, sondern um Ideen, um Selbstbewusstsein, Willensfreiheit, Kreativität und Übersinnlichkeit handelt.
Verwandtes Denken und Fühlen findet man in ost-asiatischem Denken des Taoismus/Hinduismus/Buddhismus, aber eben auch in westlichem Mystizismus, bspw. bei Plato, seinem Schüler Plotin, Meister Eckhardt, im monadischen Denken eines Leibniz, bei den »Idealisten« Schelling und Hegel und  dem zeitgenössischen Philosophen Thomas Nagel u.v.a.m.

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Geist und Kosmos (Thomas Nagel)

Warum eine neo-darwinistische und materialistische Konzeption des Universums so gut wie sicher falsch ist
Nur wenige Wissenschaftler arbeiten daran, unter Vereinigung wesentlicher Erkenntnisse aus den Natur- und Erkenntniswissenschaften eine übergreifende Theorie von Natur und Universum herauszukristallisieren. Zu diesen gehört auch der Philosoph Thomas Nagel, der im Buch mit obigem Titel...Weiterlesen
Nur wenige Wissenschaftler arbeiten daran, unter Vereinigung wesentlicher Erkenntnisse aus den Natur- und Erkenntniswissenschaften eine übergreifende Theorie von Natur und Universum herauszukristallisieren. Zu diesen gehört auch der Philosoph Thomas Nagel, der im Buch mit obigem Titel erläutert, dass die meisten Wissenschaftler wenig Interesse daran zeigen, eine übergreifende Theorie aufzustellen. Aber diejenigen, die das tun, seien sich weitgehend darin einig, dass es sich dann im Vergleich zur vorherrschenden Meinung um einen deutlich zurückgenommenen Materialismus handeln müsse.
Der Nachweis beginnt zunächst auch mit dem umgekehrten Erklärungsversuch, warum nämlich eine übergreifende Theorie scheitert, die versucht, die psychische Seite der Natur für unbedeutend oder gar für überflüssig zu erklären.
Nicht nur Thomas Nagel hält es für so gut wie ausgeschlossen, dass »Leben« tatsächlich und ausschließlich eine direkte Folge rein zufälliger, eventuell sogar höchst unwahrscheinlicher physikalischer Prozesse mit sich daran anschließenden natürlichen Ausleseverfahren sein könnte, denn bisher hat die moderne Wissenschaft den Zweifel gesunden Menschenverstandes an diesem gedachten Ablauf nicht im mindesten ausräumen können.

Bisher haben die modernen Wissenschaften auf ihrem Weg großen Fortschritts immer den Geist ausgeschlossen, aber sie werden sich irgendwann einmal der Tatsache stellen müssen, dass es ihn gibt. Dies wird dann nicht nur ein historisches Ereignis sein, sondern auch ein zeitloses, denn sein Tatbestand wie sein Ergebnis werden Licht wie Schatten zurückwerfen bis hin zum Beginn der Entwicklung unseres Kosmos und ihren gesamten Prozessen, Prinzipien und Elementen. Jedenfalls steht bis heute fest, dass die bisherige wissenschaftliche Erklärung der Kosmogenese bis heute unter Ausschluss des »Geistes« eine reine Annahme ist und alles andere als eine gut bestätigte und untermauerte wissenschaftliche Hypothese.
Diese Haltung ist keineswegs nur religiös begründet, so dass die Zweifel an einem göttlichen Projekt (»göttliches Design«) damit keineswegs ausgeräumt sind, selbst wenn die bisherige reduktionistisch-materialistische Sichtweise unter Druck gerät: Eine antireduktionistisch orientierte Gruppe von Wissenschaftlern fragt nämlich jüngst verstärkt nach Begründungen für Herkunft und Existenz von Bewusstsein, Intentionalität, Kreativität, Sinn, Zweck, Gedanken, Ideen und Werten.

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