»Ein Zyniker ist, wer von allem den Preis kennt,
aber von nichts den Wert.«
Oscar Wilde
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Wie erfolgversprechend ist ein primärer Ansatz über Bewegungen von unten?

Blicke in die Vergangenheit lohnen, damit wir daraus lernen können.

Der Sozialökologe und seinerzeit der Nachfolger von Rudolf Bahro an der Humboldt Universität in Berlin, Professor Johannes Heinrichs, behauptet jedenfalls, dass es für die moderne Gesellschaft keine ernstzunehmende und erfolgversprechende Gesellschaftsstrukturierung geben kann ohne die Grundlage einer philosophischen, konfessionell neutralen Theorie als Unterbau. Und diese wiederum könne es erfolg

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Der Sozialökologe und seinerzeit der Nachfolger von Rudolf Bahro an der Humboldt Universität in Berlin, Professor Johannes Heinrichs, behauptet jedenfalls, dass es für die moderne Gesellschaft keine ernstzunehmende und erfolgversprechende Gesellschaftsstrukturierung geben kann ohne die Grundlage einer philosophischen, konfessionell neutralen Theorie als Unterbau. Und diese wiederum könne es erfolgreich nicht geben ohne eine entsprechende Sozialtheorie.

Als Negativbeispiele und praktische Belege aus der jüngeren Geschichte führt er die zahllosen Bewegungen von unten an, die es in der Weimarer Republik gab: Die Jugendbewegung, die Bünde der Wandervögel und Naturfreunde, der Kleingärtner, die »Reform«-Bewegung für Gesundheit und Ernährung inklusive der Agrarreform, die Bewegung für organische Architektur, die politisch hochbrisanten Bewegungen für Boden- und Geldreform, für Frieden und Völkerverständigung, die Nachbarschaftsbewegung, wissenschaftliche Erforschung der Sexualität in Verbindung mit Psychoanalyse, überkonfessionelle spirituelle Reformbewegungen und eine nicht-kolonialistische Begegnung mit fernöstlicher Spiritualität. Was aber fehlte, war eine überzeugende, womöglich begeisternde , demokratische Staatslehre. Strukturreformen von Oben könnten zwar Bewegungen von Unten mit einschließen, niemals aber umgekehrt. Das auseinanderdividieren der Kräfte zum Schaden der Gemeinsamkeit geschieht unter dem Anschein der behaupteten jeweils einzig plausiblen Gemeinschaftsbildung.
(Johannes Heinrichs: Revolution der Demokratie; Academia Verlag 2014)

Erleben wir heute möglicherweise bald wieder Ähnliches? Bewegungen gibt es reichlich, aber kein vereinendes Konzept.
Wird der mögliche Aufprall nach dem Erwachen ein ähnlich harter wie der nach der Weimarer Republik vor fast 100 Jahren?
Oder gibt es zuvor doch einen Durchbruch zu einenden Konzepten?

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Demokratie für die Galerie?

Was könnte dahinter stecken? Ein Beitrag von Bernd Hamm
Ist der Gedanke von wahrer Demokratie nur ein schöner Traum, eine Illusion? Viele Kluge Staatsrechtler*innen haben ein feste Meinung, wie Demokratie aussehen muss.
Der Soziologe Bernd Hamm orientiert sich an dem, was er zu sehen meint: Die Herrschaft von Mächtigen, einer herrschenden Klasse; Demokratie ist nichts als Kulisse im Welttheater.

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Ist der Gedanke von wahrer Demokratie nur ein schöner Traum, eine Illusion? Viele Kluge Staatsrechtler*innen haben ein feste Meinung, wie Demokratie aussehen muss.
Der Soziologe Bernd Hamm orientiert sich an dem, was er zu sehen meint: Die Herrschaft von Mächtigen, einer herrschenden Klasse; Demokratie ist nichts als Kulisse im Welttheater.

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